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| Vom kaspischen Meer bis zur Insel
Kisheine Erlebnisreise |
| Möchten Sie eine Reise durch Persien - zumindest in
Gedanken - einmal erleben, fühlen, nachvollziehen? Genau dazu möchten wir Sie mit der
nun folgenden Reisebeschreibung einladen. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Flugzeug.
Geben Sie sich ganz diesem wunderbaren ersten Eindruck hin: Teheran bei Nacht.
Mit einem beeindruckenden Lichtermeer bereitet Ihnen die
Millionen-Metropole einen geradezu festlichen Empfang. Hell erleuchtet wird schon beim
Landeanflug das Azadi Monument sichtbar - eines der Wahrzeichen Teherans. Am Nordrand der
Stadt schimmern weiße, schneebedeckte Berggipfel geheimnisvoll im Dunkel. |
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| Hier, am Hang des Teheraner "Hausberges"
Tochal, liegen die Naherholungsgebiete der Städter: Darband und Darrakeh, deren höchste
Punkte sich auf fast 4000 Meter Höhe befinden. Mit einem der längsten Kabinenlifte der
Welt gelangen Besucher dorthin - in die gemütlich-warme Atmosphäre der Teehäuser,
Imbißstände, Restaurants und Berghotels. Im Winter sollte man spätestens jetzt die
Skier anschnallen. Erfahrene Bergsteiger können sich natürlich auch den
Herausforderungen des Damavand stellen, der mit seinen imposanten 5670 Metern Persiens
höchster Gipfel ist. Erst nachdem die vielen Möglichkeiten zur Genüge ausgekostet sind,
geht die Reise weiter: Auf einer eindrucksvollen Strecke durch die gewaltigen Schluchten
des Elburz-Gebirges, vorbei an glasklaren Bergseen, in Richtung Norden zum Kaspischen
Meer. |
| Noch immer weht Ihnen kühle Bergluft entgegen,
während einer Wanderung durch die "Iranische Schweiz" bei Klardasht, entlang
der grünen Täler und kleinen Wasserfälle. Eine frische Meeresbrise kündigt jedoch bald
an, daß Sie sich der Kaspischen Tiefebene, dem "Obst - und Teegarten" des
Landes, nähern. Mit Muße passieren Sie die eleganten Küstenorte Chalus und Ramsar und
lassen sich von ihrem mediterranen Flair gefangennehmen. Während auf der Nordseite das
Kaspische Meer zum Baden oder Bootfahren einlädt, erheben sich auf der Südseite mit
sattem Grün bedeckte Hügel und Berge. Das Auge weidet sich an den mit Obst und Gemüse
bebauten Hängen, die Nase schnuppert den Duft der Teeplantagen, und plötzlich hat man
das Gefühl, mitten im Paradies zu sein. |
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Doch irgendwann müssen Sie sich
losreißen, denn es wartet noch so manche Überraschung. Bereits Ihr nächstes Ziel - die
nördlichen Provinzen Mazandaran und Gilan, die auch die "Reiskammern Persiens"
genannt werden, halten ein vielfältiges Angebot an Reisemöglichkeiten und Aktivitäten
bereit. Ein Besuch des idyllischen Bergdorfes Masuleh gehört unbedingt dazu.
Terrassenförmig schmiegt sich dieser kleine, verträumte Ort an einen Berghang. Sie gehen
durch enge Gassen, vorbei an kleinen, mit bunten Blumenkästen geschmückten Häusern und
erstehen im winzigen Basar des Ortes einige Souvenirs und heimisches Kunsthandwerk. |
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| Doch Sie ahnen, daß diese Reise weitere Schätze für
Sie bereithält, und so verlassen Sie den Küstengürtel des Landes. Kaum haben Sie die
grünen Provinzen Persiens hinter sich gelassen, ändern sich Farben und Gerüche Braun in
allen Schattierungen löst die Grüntöne des Nordens ab. |
| Und plötzlich liegen Sie vor Ihnen - die großen
Salz- und Sandwüsten Dasht-e Kevir und Dasht-e Lut. Daß sie mehr zu bieten haben als
unendliche Weite und flimmernde Hitze, wird Ihnen spätestens klar, wenn Sie auf dem
Rücken eines Kamels über riesige Wanderdünen hinwegreiten, um uralte Karawansereien und
ausgedehnte Salzseen zu besichtigen. |
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| Wenn Sie dann in einer Herberge oder einem Zelt
inmitten von Palmenhainen Ihr Nachtlager aufschlagen, wissen Sie: Sie waren dem Himmel
noch nie so nah. Die ersten Strahlen der Sonnen wecken Sie am nächsten Morgen. Während
sich der glühende Feuerball allmählich über die Linie des Horizonts schiebt, besteigen
Sie Ihren Geländewagen für die anstehende "Off-Road"-Tour, die entlang der
alten Karawanenwege zur heiligen Stadt Mashad oder in die südlichen Provinzen Sistan,
Belutschistan und Kerman führt. |
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| Hier, in den südöstlichen Wüstenrandgebieten,
taucht geheimnisvoll wie eine Luftspiegelung die verlassene Lehmstadt Bam vor Ihnen auf.
Schon von weitem wird die alles überragende Zitadelle aus dem 3. Jahrhundert sichtbar. Es
scheint, als sei der unsichtbare Schleier des Vergessens über die Stadt gebreitet und um
Bam, die Geisterstadt in der Wüste, ranken sich bis heute viele Legenden. Ein letzter
Blick auf diese ebenso Schöne wie unwirkliche Kulisse, und Sie wenden sich in Richtung
Kerman, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Begeben Sie sich am besten gleich nach
Ihrer Ankunft in den Basar, der einer der ältesten des Landes ist, und lassen Sie es sich
nicht nehmen, hier, im Zentrum der Teppich- und Seidenherstellung, die ansässigen
Manufakturen zu besuchen. Eine abwechslungsreiche Fahrt durch Wüste, Steppe und Gebirge
endet in Shiraz, jenem geschichtsträchtigen Zentrum der Provinz Fars. Nur einige
Steinwürfe entfernt finden Sie die imposanten architektonischen Zeugnisse der glanzvollen
achämenidischen Epoche, allen voran Persepolis. |
| Der Sonnenuntergang in dieser sagenumwobenen
Residenzsstadt der Achämeniden-Könige, die selbst als Ruine noch atemberaubend ist, wird
Ihnen für immer in Erinnerung bleiben. |
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Ungewöhnliche Eindrücke und
unvergeßliche Bilder hält auch die nun folgende Reise nach Isfahan für Sie bereit.
Schroffe Gebirgslandschaften wechseln mit unendlich weiten Tälern. Ihr Blick streift die
von der Sonne gelblich gefärbten Reisfelder an türkisblauen Flußläufen. Sie begegnen
buntgekleideten Nomadenfamilien - vielleicht in Ihren Wohnzelten, vielleicht aber auch
unterwegs auf Maultieren, die mit Hab und Gut der ganzen Familie beladen sind. Sie
entdecken Wasserfälle, die unvermittelt aus einer rötlichen, mit saftig grünem Moos
bewachsenen Felswand schießen, oder auch kleine pittoreske Bergdörfer, deren Märkte vor
frischem Obst überquellen. Und versäumen Sie nicht, in dem winzigen "Kebabi"
von dem duftenden, frischgebackenen Brot und dem deftigen Grillfleisch zu kosten. |
| Nach dieser Fahrt durch ein Land, das so wild und frei
ist wie seinen Bewohner, führt Sie Ihr Weg nach Isfahan. Die "Märchenhafte"
wird Isfahan genannt, oder auch die "Vielseitige". Doch können Worte letztlich
nicht ausdrücken, was diese Stadt ausstrahlt. Es ist ein Zauber, der von ihr ausgeht und
jeden, der sie betritt, gefangennimmt. Sanft eingebettet in das fruchtbare
Zayandeh-Rud-Tal, umschlossen von den Gipfeln des Bakhtiari-Gebirges, birgt sie in ihrem
Innern sagenhafte Schätze. An Isfahan wird sich der Reisende nie satt sehen. Und dennoch
- genehmigen Sie sich eine Pause bei Tee und Wasserpfeife im Teehaus unter der
"Brücke der 33 Bögen" und lassen Sie, untermalt vom rauschenden Wasser des
Zayandeh-Rud, ihre Eindrücke in Ruhe Revue passieren. |
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Das Herz kann einem schwer werden, bei
dem Gedanken, das Festland zu verlassen, doch was Sie erwartet, kann jedem Vergleich
standhalten: Kish Island, die unentdeckte Perle im Persischen Golf. Die anmutige Insel von
der Große Maltas ist mit seiner Durchschnittstemperatur von 27 °C ein ideales Reiseziel
in den "kalten Monaten". Den westeuropäischen Winter hinter sich lassend,
tauchen Sie ein in die eindrucksvolle Unterwasserwelt Kish Island, schwimmen durch
kristallenes Wasser, erkunden den Wellengang auf dem Surfbrett, reiten die langen
Sandstrände entlang.
Und auch wenn der Tag kommt, an dem Sie Ihre Rückreise antreten,
bleibt Ihnen die Gewißheit, daß Sie wiederkommen werden. Denn in Persien ist der Gast
immer willkommen. |
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