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| Eine kurze Kulturgeschichte |
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| Die iranische Kulturgeschichte kurz skizzieren zu
wollen erscheint wie ein Widerspruch in sich, reicht sie doch bis ins 6. Jahrtausend v.
Chr. zurück. Unser kurzer historischer Abriß erhebt daher auch keinen Anspruch auf
Vollständigkeit, sondern will lediglich als kleiner Wegweiser durch viele ereignisreiche
Jahrhunderte dienen. |
| Das Reich Elam - die erste Hochkultur (3000 -
620 v. Chr.) |
| Bedingt durch die günstige geographische Lage bildete
sich im Südwesten Irans eine erste Hochkultur mit durchorganisierter Wirtschaft,
weitverzweigten Handelsbeziehungen und einer hochentwickelten Handwerks- und Baukunst: Das
elamische Reich. |
| Die Meder - Persiens erstes großes
Königreich (1. Hälfte des 1. Jt. v. Chr.) |
| Obwohl bedeutend, ist es doch weitgehend unerforscht.
Die alte medische Hauptstadt Ekbatana liegt - wohl auf ewig verschüttet - unter der
dichtbesiedelten Innenstadt des heutigen Hamadan. |
| Das Weltreich der Achämeniden (559 - 330 v. Chr.) |
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| Das erste Weltreich der Perser erstreckte sich von Kleinasien bis
nach Indien, im Süden bis nach Libyen und im Norden bis weit in die Steppen Mittelasiens.
Seine eigentliche Blüte erreichte es während der Regierungszeit Darius, des Großen.
Wirtschaft, sozialer Friede und die Künste prosperierten. Außenpolitisch expandierte das
Reich zur Weltmacht. Überragendes Zeugnis der monumentalen Baukunst sind noch heute die
Überreste des legendären Persepolis. |
| Persien unter den Sasaniden (224 - 642 n. Chr.) |
| Im 3. Jahrhundert n. Chr. begann mit der Regentschaft Ardeschirs
die 400 jährige Herrschaft der sasanidischen Dynastie. Unter ihr erreichte das Persische
Reich erneut Glanz und Ausdehnung der achämenidischen Periode. Die als unbesiegbar
geltenden Heere Roms wurden mehrmals geschlagen, und der römische Kaiser valerian selbst
starb in persischer Gefangenschaft. Sogar Byzanz wurde unterworfen und zu Tributzahlungen
gezwungen. |
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Iran in der klassisch - islamischen Epoche
(ab 622 n. Chr.) |
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Mit seinen Eroberungszügen setzte der Prophet
Mohammed die Ausbreitung des Islam durch, der von nun an auch im Iran Lebensweise und
gesellschaftliche Strukturen bestimmte. In seiner schiitischen Ausprägung ist der Islam
bis heute in der persischen Bevölkerung tief verwurzelt. Mehrere Jahrhunderte lang wurden
die politischen Geschicke Persiens von Bagdad aus gelenkt. Erst dem Begründer der
Safawiden-Dynastie, Shah Ismail, gelang es, diese Fremdherrschaft abzuschütteln. Einer
seiner großen Nachfolger, Shah Abbas I., führte das Persische Reich in eine neue
Blütezeit. Er ernannte Isfahan zur Hauptstadt und machte sie zur lebendigen Metropole, in
der sich Kunst und Architektur voll entfalten konnten, und schuf damit die Stadt, die bis
heute der Inbegriff des märchenhaften Orients geblieben ist. |
Die Qudjaren - Dynastie und die
Kolonialmächte (1779 - 1924) |
Unter der Herrschaft der Qudjaren kam es zu einem
teilweisen Verlust der nationalen Souveränität und zu großen territorialen Einbußen
zugunsten Rußlands. Der Iran wurde für die damaligen Großmächte Rußland und
Großbritannien zum Spielball der Interessen, was letztlich zu einer Teilkolonialisierung
Persiens führte. |
| Von den Zwanziger Jahren bis zur Gegenwart |
| Die sehr westlich orientierte Politik der
Pahlavi-Dynastie führte zu einer immer großer werdenden Unzufriedenheit im Volk. Eine
radikale Anpassung an westliche Normen wurde per Gesetz erzwungen. Die alte persische
Kultur und die islamische Religion traten in den Hintergrund. Dieser unvermittelte Bruch
mit allen Traditionen führte landesweit zu Protesten den Nährboden für die Ausrufung
der Islamischen Republik Iran im Jahre 1979. |
ausgewählte Rundreisen |