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Willkommen im Paradies

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Willkommen im Paradise
Süßes Nichtstun ist auf Fiji Philosophie. Neben Dolce vita bieten die Trauminseln aber auch faszinierende Erlebnismöglichkeiten. Wer über den Rand des Strandes schaut, wird mit tiefen Einblicken in eine faszinierende Kultur und grandiosen Landschaftserlebnissen belohnt.

Hohe Berge und schlafende Riesen
Kein Weg führt an Viti Levu vorbei, denn auf der schönen Hauptinsel der Fijis, deren Name „Großes Fiji“ bedeutet, befinden sich die Internationalen Flughäfen von Nadi und Suva. Zudem ist die größte der über 330 Fiji-lnseln Ausgangspunkt der Kreuzfahrten zu den Outer lslands. Neben einsamen Stränden bietet Viti Levu paradiesische Regenwälder, die von den Bergen bis hin zur Küste abfallen. Auf der Insel befinden sich auch die höchsten Gipfel der Fiji-lnseln, allen voran der Tomaniivi (1.323 Meter), von den Fijianern liebevoll „Adam und Eva“ genannt. Die Bergregionen sind ein Paradies für Trekkingfreunde. Und mit etwas Glück begegnet man dort sogar einem lguana, einer Spezies, die nur auf Fiji heimisch ist.
   
Viti Levu ist durch zwei Hauptstraßen (Queen‘s und King‘s Road), die südlich bzw. nördlich an der Küste entlangführen, gut erschlossen und bietet damit beste Voraussetzungen für alle erdenklichen Erkundungstouren. Überdies führen Straßen und Pisten in das ländliche Hochland, wo sich Dörfer wie Navala verstecken, das nahezu vollständig in traditioneller Bauweise errichtet ist.
Der Ort Lautoka (43.000 Einwohner) ist Ausgangspunkt der Queen‘s Road, die im Süden über 221 Kilometer zur Hauptstadt Suva führt. Und man merkt sehr schnell, dass die Zuckermetropole von ihren indischstämmigen Bewohnern geprägt ist. Das wird vor allem auf dem Markt deutlich, der für viele der schönste des Landes ist. Am besten, man lässt sich treiben in dieser Stadt, aus der

   
übrigens auch der beliebte Bounty Rum stammt. An Marina, Moschee und Sikh-Tempel (den klassischen Sightseeing-Stopps) führt natürlich kein Weg vorbei, aber auch einen Ausflug in die Hügel der nahen Koroyanitu Range sollte man sich nicht entgehen lassen, denn die Gegend ist ein bezauberndes Wandergebiet, das mit spektakulären Ausblicken auf die vorgelagerten Mamanuca- und Yasawa-lnselgruppen punktet. Im Koroyanitu National Heritage Park befindet sich übrigens auch der Batilamu Treck, eine dreitägige Wanderroute, die vom Dorf Navilawa über den Mount Batilamu nach Abaca führt. Der Wanderweg ist eines von vielen Öko-Projekten, die in den letzten Jahren verstärkt ins Leben gerufen wurden, um die reichen Naturschätze der Inselnation für nach folgende Generationen zu schützen. Während solche Projekte in die Zukunft blicken, wird ein Besuch der Halbinsel Vuda Point und des Dörfchens Viseisei zur Zeitreise in die Vergangenheit - hier sollen vor 3.500 Jahren die ersten Melanesier auf Fiji gelandet sein. Richtig rund wird das Ausflugsprogramm schließlich durch einen (Picknick-) Besuch im "Garden of the Sleeping Giant" , einem Orchideenparadies, das weltweit seinesgleichen sucht. Der tropische Garten wurde 1977 vom Hollywoodschauspieler Raymond Burr begründet.

 

 

   
Unterwegs im Zuckerzug
Touristisches Drehkreuz der Fijis ist Nadi. Von hier starten Flüge zu den meisten Urlaubszielen der Fiji lnseln, und von der Marina auf der Halbinsel Denarau stechen Schiffe zu Tagestouren, mehrtägigen Kreuzfahrten, Segeltörns und Yachtausflügen in See. Aber Nadi ist mehr als ein „Verkehrsknotenpunkt“. So gibt es in der 30.000 Einwohner-Stadt nette Café und Restaurants sowie eine Reihe guter Kunsthandwerk- und Souvenirläden.

Einen Abstecher lohnt auch der Handarbeitsmarkt, wo man Frauen beim Flechten traditioneller Matten beobachten kann. Kunsthistorische Hauptattraktion ist jedoch der farbenprächtige Hindu-Tempel, in dem Inder zur Göttin des Reichtums oder zur Göttin der Schönheit beten. Beachfans kommen in Wailoaloa Bay und am Nadi Bay Beach auf ihre Kosten. Und wer den ultimativen Adrenalin-Kick sucht, unternimmt eine Motorbootfahrt mit dem Shotover Jet - der Name ist Programm!

Die Coral Coast, ein spektakulärer Küstenabschnitt zwischen Korotogo und Korolevu, bietet neben Bade- und Surfvergnügen wunderbare Ausflugsmöglichkeiten. Besonders idyllisch sind Touren zum Regenwald des Kula Eco Parks und zum Biausevu-Wasserfall. Ein weiteres Highlight sind die berühmten Sanddünen von Sigatoka, die sich auf einer Länge von fünf Kilometern an der Küste entlang ziehen und damit den größten Dünenkomplex der pazifischen Inselwelt bilden. Am Ostende wurden übrigens Skelette gefunden, die Teil eines über 2.000 Jahre alten Grabkomplexes sind. Die Dünenlandschaft ist ein besonders sensibles Ökosystem und steht seit 1989 als erster Nationalpark der Fijis unter besonderem Schutz.
   
Ganz nah an die Natur führen auch beschauliche Flussfahrten auf Bambusflößen („Bili Bili“). Weitere lohnende Ausflugsziele sind das immergrüne Sigatoka Valley („Fijis Salatschüssel“), die alte Höhlenfestung des Tavuni Hill Fort (Rückzugsort der letzten Kannibalen), die Töpferdörfer Lawai und Nakabuta sowie das Dörfchen Nayawa Village, das für seine Lovo-Feste und Meke-Tänze berühmt ist. Ein unvergessliches - und im Pazifik einmaliges - Vergnügen ist eine abendliche Fahrt mit dem „Sugar Train“, die stilvoll von bunten Cocktails begleitet und sanften Inselmelodien untermalt wird.
   
Zwischen der Coral Coast und Suva liegt Pacific Harbour, das neben Golf, Wildwasserfahrten und Kanutouren eine Reihe weiterer Urlaubsaktivitäten bietet. Eine besondere Attraktion ist das Pacific Harbour Cultural Centre. Von Pacific Harbour aus fahren Schiffe zur vorgelagerten Feuerläufer-Insel Beqa und in das weltberühmte Tauchparadies der Beqa Lagune. Beliebt sind Schnorcheltrips nach Beqa Island und Yanuca Island. Dabei ist in der Regel ein Lunch-Picknick am Strand inklusive. Schnorchelausrüstungen können ausgeliehen werden.
   
Die bereits im 19.Jahrhundert gegründete Hauptstadt Suva ist immer für einen Tagesausflug gut. Schließlich locken hier exzellente Shoppingangebote sowie ein alle Sinne ansprechender Bummel über den größten Freiluftmarkt der Fiji-lnseln. Das Government House, das Fiji Museum der Albert Park, der Botanische Garten, die University of the South Pacific, das Fijian Handicraft Centre, Moslem und Hindu-Tempel und die katholische Kathedrale sind weitere Highlights. Im nahen Navua werden
   
Flussfahrten angeboten. Und auch Navala, das wohl schönste Dorf der Fiji-Inseln, ist von Suva aus gut erreichbar. Navala ist übrigens das einzige Dorf der Inseln, das (bis auf das Schulgebäude) nur aus traditionellen, mit Stroh bedeckten Bures erbaut ist. Insgesamt leben hier etwa 800 Fijianer, an deren Alltag man als Besucher teilhaben kann.
Die raue Nordküste wird wegen ihres relativ trockenen Klimas auch Sunshine Coast genannt. Hier lockt Rakiraki als Hot Spät für Surfer, während sich die Insel Nananu-i-Ra zusehends als Schnorchlerparadies etabliert. Tipp: Nicht weit davon liegt das Grab von Ratu Udreudre (gestorben vor 1849), des wohl berühmtesten Kannibalen der Fiji-Inseln.
   
Zauberhafte Outer lslands
Vanua Levu ("Großes Land“), ist Fijis zweitgrößte Insel. Das landwirtschaftlich geprägte Eiland lockt vor allem mit hervorragenden Tauchrevieren, zum Beispiel am Rainbow Reef. Ein weltberühmter Tauchertreff ist Savusavu an der gleichnamigen Bay. Auch Jean-Michel Cousteau betreibt hier ein Tauchresort.

Die Reize der Insel erschließen sich auf unter schiedlichste Art - zum Beispiel bei Mountainbiketouren entlang des Hibiscus Highway, beim Trekking durch den Regenwald und bei Vogelbeobachtungen. Tipp: Nahe der Hauptstadt befindet sich die Wasvula Ceremonial Site mit zwei langen Zeremonialplattformen, die einmal dem Naga-Kult, Geister- und Ahnenglauben dienten.

Taveuni, Fijis drittgrößte Insel, wird dank des legendären Reichtums an Flora und Fauna auch „Garteninsel“ genannt. Outdoorfreunde steuern hier bevozugt die Bouma-Wasserfälle an, wandern auf dem Lavena Coastal Walk oder zum Kratersee Lake Tagimaucia (823 m) und entdecken Fijis gleichnamige Nationalblume (Medinilla waterhousei). Ein Gedenkstein erinnert daran, dass mitten durch Taveuni die Datumsgrenze verläuft - der einzige Platz weltweit, an dem die Datumsgrenze über Land verläuft.
Wie Perlen an einer Kette aufgereiht funkeln die 20 Inseln der Yasawa-Gruppe im Meer. Aufgrund des milden, trockenen Klimas und der bis zu 600 Meter aufragenden Hügel hat sich die Inselgruppe schon früh für den Tourismus empfohlen. Prominentestes Mitglied der Inselgemeinschaft ist Turtle Island. Auf der 2.500 Meter langen und 900 Meter breiten Schildkröteninsel wurde 1949 der Hollywood-Filmklassiker „Die Blaue Lagune“ (1949) mit Jean Simmons und 1980 auch das Remake mit Brooke Shields gedreht. Besucher sind in den Dörfern gern gesehen, aber nicht wundern: Die Inselbewohner sprechen einen ganz eigenen Dialekt. So wird der traditionelle Willkommensgruß „Bula“ hier oft durch ein nicht minder freundliches „Cola“ ersetzt. Tipp: Besonders lohnend ist ein Abstecher in das Dörfchen Namara (Klein Waya), denn dort finden ausgesprochen schöne Kava-Zeremonien und Meke-Tänze statt.
   
Auf den Spuren europäischer Siedler
Die Mamanucas umfassen eine Gruppe von etwa 20 Inseln, die westlich von Nadi von kristallklarem Wasser umspült werden und sich bis hinauf zum Great Sea Reef erstrecken. Einige der kleineren Inseln stehen unter Naturschutz. Nicht zuletzt wegen ihrer grandiosen Wassersportmöglichkeiten (Tauchen, Schnorcheln, Segeln, Surfen, Fischen, See-Kajaktouren) zählt die Inselgruppe zu den beliebtesten Reisezielen auf Fiji. Hier werden legendäre Strandparties gefeiert, hier kann man das Geheimnis von Gotham City lüften oder ganz einfach unter der Südseesonne faulenzen - und wird schnell verstehen, weshalb die Fiji-Inseln auch „The truly relaxing tropical getaway“ genannt werden. Berühmtestes Mitglied der Lomaiviti-Inselfamilie, die östlich von Viti Levu liegt, ist die Insel Ovalau. Der Hauptort heißt Levuka (3.000 Einwohner) und lädt zu einer Zeitreiseins 19. Jahrhundert ein, denn hier ließen sich damals die ersten europäischen Siedler nieder.Vor allem die schmucken Kontore der (Sandelholz-) Händler, das Royal Hotel und die Atmosphäre am Gun Rock erzählen von früher. Die Lomaivitis umfassen sieben Haupt- und zahlreiche Nebeninseln, die mit erstklassigen Badestränden gesegnet sind, was insbesondere für die vorgelagerten Koralleninseln Leleuvia und Caqelai gilt. Geheimnisvoll präsentiert sich Naigani, wo es „Kannibalenhöhlen“ gibt.
   
Südseeträume werden auch auf der Kadavu Inselgruppe wahr und auf den abgelegenen Lau Inseln, die gleich 57 Eilande umfassen und stark von der tonganischen Kultur geprägt sind. Wo auch immer man Tagträume, Sonnenunter gänge und den einzigartigen Sternenhimmel ge nießen wird: Am Ende wird man feststellen, das Fiji überall atemberaubend istl
   
„Canibal sets“
Schöne Souvenirs erhält man in Nadi, Suva, an der Korallenküste, aber auch in vielen Dörfern und Resorts. Neben Yakona-Gefäßen stehen Pandanusmatten, Körbe, Sandelholz und Kokosnussseifen, Töpferware und Kleidung ganz oben auf der Wunschliste. Auch traditionelle Fiji-Andenken wie Kriegskeulen und Äxte, Speere und „Kannibalengabeln“ werden - in meist ironisierender Form, z. B. als Spielzeug in Form von „canibal sets“ - gerne erstanden. Indische Händler bieten eine große und gute Auswahl an Saris, Stoffen und Schmuck. Bemerkenswert ist das breitgefächerte Angebot an Büchern im Fiji Museum (Suva).
   


 


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Stand: 8. Dezember 2008